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Deutsche Kaiser

Der Deutsche Kaiser war eine Bezeichnung, die im Jahre 1871 bis 1918 für das Staatsoberhaupt in Deutschland benutzt wurde. Mit dieser Bezeichnung wurden populäre Kaiser wie Kaiser Wilhelm I und II sowie Kaiser Friedrich III betitelt und stellte eine Anlehnung zur 1806 geprägten Bezeichnung “Römischer Kaiser” dar. Die Bezeichnung Deutsche Kaiser beschreibt das Amt und den Charakter der deutschen Herrscher im Alten Reich. Im Jahre 1871 wurde Deutschland offiziell als Deutsches Reich benannt. Das Deutsche Reich war ein Bündnis der 25. deutschen Staaten und wurde vom Deutschen Kaiser geführt. Der Deutsche Kaiser war der mächtigste Fürst des Bundes und gleichzeitig auch der König von Preußen.

Bedeutung

Diese Bezeichnung wurde nach dem Bündnis der Südstaaten mit den Nordstaaten geprägt. Bereits seit dem 11. Jahrhundert wird der Begriff Deutsche Kaiser für die Betitelung der Deutschen Herrscher verwendet. Der erste wirkliche deutsche König war Kaiser Heinrich I, welcher im Jahre 919 bis 936 nach der Herrschaft Karl des Großen in Deutschland regierte. Damals wurden die Könige als “Könige von Franken” oder einfach nur als Könige bezeichnet. Während der Herrschaft von König Otto I im Jahre 962 wurde der Titel “römischer Kaiser” geprägt, der auch auf die Söhne des Kaisers übertragen wurde. In den Folgejahren etablierte sich der Begriff “Deutscher Kaiser” immer mehr und wurde auch für normale Könige, die keine Kaiser waren und deren Nachfolger verwendet.

Die Deutsche Monarchie

Deutsche Könige wurden im 12. Jahrhundert in Frankfurt am Main durch die Fürsten gewählt. Die Krönung fand in der Residenz Karls des Großen in Aachen statt und wurde vom Erzbischof von Mainz vorgenommen. Der Deutsche Kaiser war der Anführer des Reiches und bestimmte über Krieg und Frieden, Bündnisse und Gesandte. Der Kaiser befehligte die Flotten und die Armee im Krieg und führte Aufgaben des Bundesrats durch. Die Gesetze des Landes wurden vom Kaiser persönlich bestimmt und durchgeführt. Er bestimmte, wer welche Aufgabe wie lange im Bund zu erfüllen hatte und wann er wieder aufhören sollte.

Was ist übrig geblieben?

Der Kaiser im Deutschen Reich war ähnlich wie unser heutiger Bundespräsident. Er war für die Verwaltung und politischen Vorkommnisse im Land verantwortlich. Seine Aufgaben standen in der Reichsverfassung 1871 geschrieben, welche durch die Revolution im Jahre 1918 verändert wurde. Seither wurde das Deutsche Reich zur Republik und wird vom Reichspräsidenten regiert. Nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 wurde Deutschland zur vereinigten Bundesrepublik und seither wird sie von dem Bundespräsidenten regiert. Der Titel Deutsche Kaiser ist heute ein geschichtlicher Begriff, den man nicht mehr verwendet.
Da es heute keine Deutschen Kaiser mehr gibt, können Andenken an die Perioden der Regentschaft der verschiedenen Deutschen Kaiser in Museen betrachtet werden. Es gibt viele Überbleibsel, die noch an die Deutschen Kaiser erinnern, die in der Vergangenheit das Land regiert haben. Über deren Leben kann man sich entweder im Museum oder im Internet informieren. Bereits im Geschichtsunterricht erfahren junge Leute etwas über das Leben der berühmtesten Deutschen Kaiser, von denen Karl der Große einer der populärsten war. Deutsche Kaiser sind heute als besondere Persönlichkeiten der Deutschen Geschichte in vielen Geschichtsbüchern zu finden.

Foto: Michael Drager – Fotolia.com

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